Frankreich · Verzeichnis, Stammdaten und Routing

Frankreichs E-Rechnungsverzeichnis und SIREN/SIRET-Routing prüfen

Prüfen Sie PA-Zuordnung, Rechnungsadressen und SIREN/SIRET im französischen Verzeichnis vor der ERP-Routingfreigabe.

Kurzfazit:
  • Umfang: Jede französische Rechtseinheit und jede rechnungsrelevante Betriebsstätte separat belegen.
  • Größtes Risiko: Eine aktive, aber intern unbekannte Adresse leitet Belege in einen unbeaufsichtigten Prozess.
  • Erste Maßnahme: Ein freigegebenes SIREN/SIRET-Sollinventar gegen alle sichtbaren Annuaire-Einträge abgleichen.
Zuletzt geprüft: 12. August 2026Offizielle QuellenKlare ZusammenfassungPraktische Information, keine Rechtsberatung
Offizielle Quellen priorisiert
Prüfdatum sichtbar
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Was Sie wissen müssen

Leitfaden

1. Was der Annuaire belegt – und was nicht

**Offizielle Tatsache:** Der französische Annuaire führt private Unternehmen und öffentliche Stellen, die den Pflichten zur Ausstellung oder zum Empfang elektronischer Rechnungen unterliegen. Die öffentliche Abfrage kann zeigen, ob ein Unternehmen erfasst ist, ob eine Anbindung an eine plateforme agréée (PA; historisch PDP) besteht und welche elektronischen Rechnungsadressen veröffentlicht sind. DGFiP und AIFE bezeichnen das Verzeichnis als zentrale Infrastrukturreferenz. Seit 1. September 2026 müssen alle betroffenen Unternehmen über eine PA empfangsfähig sein. **Empfohlene Kontrolle:** Behandeln Sie einen Treffer als Identitäts- und Routingbefund zu einem bestimmten Prüfzeitpunkt, nicht als Nachweis für einen gelungenen Ende-zu-Ende-Empfang. Ein sichtbarer Datensatz beweist weder, dass ERP-Regeln korrekt greifen, noch dass Freigaben, Buchung und Rückmeldungen funktionieren. Dokumentieren Sie deshalb Abfragedatum, Suchschlüssel, angezeigte PA, sämtliche sichtbaren aktiven Adressen und offene Abweichungen. Eine öffentliche Suche ändert keinen Datensatz. Adressdesign, Anlage, Korrektur, Aktivierung und tatsächliches Routing sind mit der ausgewählten PA und der aktuellen offiziellen Dokumentation zu bestätigen.

Leitfaden

2. Vollständiges Inventar von Rechtsträgern und Betriebsstätten aufbauen

**Offizielle Tatsache:** Die öffentliche Suche wird unter anderem mit der neunstelligen SIREN durchgeführt; France Num erläutert außerdem die Einsicht in Betriebsstätten und Beispiele mit mehreren Adressen. **Empfohlene Kontrolle:** Starten Sie nicht im Annuaire, sondern mit einer freigegebenen Soll-Liste. Pro französischem Rechtsträger erfassen Sie Firmenname, SIREN, Umsatzsteueridentität (TVA), Hauptsitz, alle relevanten SIRET der Betriebsstätten, Kreditorenverantwortliche sowie die fachliche AP-Eigentümerschaft. Eine lesbare Kontrollmatrix kann so aussehen: Rechtsträger – SIREN – Betriebsstätte/SIRET – TVA-Identität – AP-Modell – erwartete PA – erwartete Adressgranularität – Datenverantwortlicher – Prüfstatus. SIREN identifiziert die juristische Einheit; SIRET dient der Zuordnung einer konkreten Betriebsstätte. Vermischen Sie beide Ebenen nicht und leiten Sie aus keiner Kennung selbst eine elektronische Adresse ab. Gleichen Sie das Inventar mit Handels-, Steuer-, Beschaffungs- und Finanzdaten ab. Messbares Ergebnis ist eine zu 100 Prozent verantwortete Liste: Jede aktive Gesellschaft und jede rechnungsrelevante Niederlassung besitzt einen Eigentümer, eine dokumentierte Sollbehandlung und einen aktuellen Prüfbeleg.

Leitfaden

3. PA-Zuordnung und alle aktiven Adressen untersuchen

**Offizielle Tatsache:** Eine Struktur kann laut France Num eine oder mehrere aktive Empfangsadressen besitzen. Das offizielle Beispiel unterscheidet Adressen auf SIREN-Ebene, mit SIREN-Suffix sowie für Haupt- und Nebenbetriebsstätten. **Empfohlene Kontrolle:** Stoppen Sie daher nicht beim ersten Suchresultat. Öffnen Sie die Struktur- und Betriebsstättenansicht, erfassen Sie jede als aktiv ausgewiesene Adresse und ordnen Sie sie dem erwarteten Rechnungseingang zu. Prüfen Sie je Eintrag: richtiger Rechtsträger, richtige Betriebsstätte, erwartete PA, fachlicher Verwendungszweck, AP-Verantwortlicher und Übereinstimmung mit Ihren Lieferantenanweisungen. Bewerten Sie Abweichungen nach Risiko: Eine fehlende PA-Zuordnung ist kritisch; eine unbekannte aktive Adresse kann Rechnungen in einen unbeaufsichtigten Kanal lenken; nur der erste Treffer bei mehreren Adressen zu dokumentieren erzeugt eine gefährliche Scheinsicherheit. Speichern Sie einen datierten Export oder Screenshot, sofern Ihre Verfahren dies zulassen, plus Prüfer, Suchbegriff und Ergebnis. Die sichtbare Bezeichnung allein darf nicht zur Annahme einer Priorität oder automatischen Weiterleitung führen.

Leitfaden

4. Adressgranularität für zentrale und dezentrale AP festlegen

**Offizielle Tatsache:** Der Annuaire kann unterschiedliche Adressierungsebenen einer Struktur darstellen; die offiziellen Quellen legen jedoch für Ihren individuellen Prozess weder eine pauschale Vorrangregel noch eine selbst zu konstruierende Syntax fest. **Empfohlene Kontrolle:** Entscheiden Sie zuerst fachlich. Bei zentraler Kreditorenbuchhaltung spricht vieles für einen kontrollierten Eingang mit nachgelagerter ERP-Verteilung, sofern PA und offizielle Vorgaben dieses Modell bestätigen. Bei eigenständigen AP-Teams, getrennten Kostenverantwortungen oder unterschiedlichen ERP-Mandanten kann eine betriebsstättenbezogene Granularität geeigneter sein. Verwenden Sie Entscheidungskriterien wie Buchungskreis, Steuerregistrierung, Bestellwesen, Freigabeorganisation, Belegvolumen, Ausnahmequote und eindeutige Verantwortlichkeit. Halten Sie pro Ebene fest: erlaubter Absenderkreis, erwartete Kennungen, interne Zielqueue, Vertretung und Eskalationsweg. Erfinden Sie weder Suffixe noch Adressen und übertragen Sie kein Muster von einer Gesellschaft auf eine andere. Lassen Sie das Zielbild von Finance, Tax, Stammdatenverantwortung und PA bestätigen; praktische Information ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Buchhaltungsberatung.

Leitfaden

5. Verzeichnisbefunde mit ERP-Stammdaten und Onboarding abgleichen

**Offizielle Tatsache:** Das Verzeichnis ist die zentrale Referenz für die veröffentlichte Empfangszuordnung, nicht automatisch Ihr ERP-Master. **Empfohlene Kontrolle:** Führen Sie einen Drei-Wege-Abgleich durch: Annuaire gegen freigegebenes Gesellschafts- und Betriebsstätteninventar gegen Debitoren-/Kreditorenstamm. Prüfen Sie SIREN, SIRET, TVA-Identität, juristischen Namen, Rechnungsadresse, PA-Zuordnung und internen Routingcode als getrennte Felder. Nutzen Sie keine freie Textnotiz als einzige Steuerung. Ergänzen Sie Lieferanten- und Kunden-Onboardingformulare um Herkunft, Prüftag, Genehmiger und Gültigkeitsstatus der Routingdaten. Ein praktischer Kontrollsatz lautet: 100 Prozent der aktiven französischen Einheiten abgeglichen; null ungeklärte Kennungskonflikte; alle produktiven Adressen einem überwachten Prozess zugeordnet; jede manuelle Ausnahme mit Eigentümer und Ablaufdatum. Factur-X, UBL oder CII beschreiben Formate, ersetzen aber keine korrekte Empfängeridentität. Erst nach dokumentierter Übereinstimmung darf ein Routingdatensatz für die Produktion freigegeben werden.

Leitfaden

6. Fehlende, doppelte, veraltete oder falsche Einträge behandeln

**Offizielle Tatsache:** Die Spezifikationen v3.2 vom 30. April 2026 beschreiben Verzeichnis- und Deklarationsdienste des öffentlichen Portals; AFNOR XP Z12-012, XP Z12-013 und XP Z12-014 behandeln Formate und Status, APIs sowie B2B-Anwendungsfälle. Daraus folgt nicht, dass ein Nutzer einen öffentlichen Suchtreffer selbst korrigieren kann. **Empfohlene Kontrolle:** Eröffnen Sie Abweichungen über Ihre PA mit einem reproduzierbaren Belegpaket: betroffene SIREN/SIRET, juristischer Name, Suchzeitpunkt, Screenshot oder Export, erwarteter Sollzustand, aktueller Befund, geschäftliche Auswirkung und Ansprechpartner. Klassifizieren Sie fehlend, doppelt, veraltet, falscher Rechtsträger, falsche Betriebsstätte oder unbekannte aktive Adresse. Verlangen Sie Fallnummer, Verantwortlichen, nächste Aktion und bestätigten Abschlussbeleg, ohne eine automatische Aktualisierungsfrist zu unterstellen. Bis zur Klärung sperren Sie riskante Stammdatenänderungen oder nutzen einen ausdrücklich genehmigten Ausweichprozess. Schließen Sie ein Ticket erst, wenn Annuaire, PA-Bestätigung und ERP-Sollbild erneut übereinstimmen – nicht bereits bei der Aussage, eine Änderung sei beantragt.

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7. Lieferanten-/Kundenkommunikation und Change Control

**Offizielle Tatsache:** Der Annuaire macht Empfangsinformationen auffindbar; er ersetzt nicht Ihre kontrollierte Geschäftskommunikation. **Empfohlene Kontrolle:** Senden Sie Lieferanten eine freigegebene Anweisung mit juristischem Empfänger, SIREN/SIRET-Kontext, anzuwendender veröffentlichter Adresse, Wirksamkeitsdatum, Bestellanforderungen und Supportkontakt. Kommunizieren Sie nur Daten, die gegen Annuaire und PA bestätigt wurden. Kunden erhalten entsprechend die Identitäten, unter denen Ihre Ausgangsrechnungen verarbeitet werden sollen, ohne unbelegte PA-Funktionen zu versprechen. Jede Änderung benötigt Antrag, Vier-Augen-Freigabe, Versionsnummer, Empfängerliste, Inkrafttreten und Rücknahmeplan. Messen Sie Zustellung und Verständnis: Anteil bestätigter strategischer Lieferanten, Zahl zurückgewiesener Anweisungen, ungeklärte Adressfragen und Rechnungen am falschen Eingang. Verhindern Sie parallele PDF-, Portal- und E-Rechnungshinweise mit widersprüchlichen Daten. Ein zentraler Änderungslog sollte zeigen, wer welche Information wann aufgrund welcher offiziellen oder PA-bestätigten Evidenz angepasst hat.

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8. Beispiel mit mehreren Betriebsstätten und belastbare Auditnachweise

**Offizielle Tatsache:** Offizielle Erläuterungen zeigen, dass eine Struktur mehrere aktive Empfangsadressen und unterschiedliche Ebenen für Haupt- und Nebenbetriebsstätten haben kann. **Empfohlene Kontrolle:** Beispiel: Die fiktive Alpha France SAS besitzt eine SIREN, einen Hauptsitz in Lyon und zwei rechnungsrelevante Niederlassungen in Lille und Nantes. Das Inventar weist zentrale AP für Lyon und Nantes, aber ein separates ERP-Team für Lille aus. Die Prüfung erfasst alle angezeigten aktiven Adressen und die PA-Zuordnung, ohne aus deren Schreibweise eine Regel abzuleiten. Danach wird jede Adresse gegen das genehmigte Zielmodell und die ERP-Zielqueue gemappt. Eine unbekannte Adresse für Nantes wird als Hochrisikoabweichung an die PA gegeben; bis zur Klärung bleibt die zugehörige Stammdatenfreigabe gesperrt. Das Auditpaket enthält Inventarversion, datierte Suchbelege, PA-Ticket, Entscheidungsprotokoll zur Granularität, ERP-Abgleich, genehmigte Kommunikationsvorlage und abschließende Wiederholungsprüfung. Erfolg ist messbar: drei Standorte geprüft, sämtliche aktiven Adressen erklärt, null unbesetzte Queues und jede Abweichung mit geschlossenem Nachweis.

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9. Go/No-Go, Sieben-Tage-Sprint und typische Fehler

**Offizielle Tatsache:** Empfangspflicht und veröffentlichte Verzeichnisdaten bestehen unabhängig davon, ob Ihre interne Abstimmung abgeschlossen ist. **Empfohlene Kontrolle:** Go gilt nur, wenn alle betroffenen SIREN/SIRET inventarisiert, PA-Zuordnungen bestätigt, sämtliche aktiven Adressen fachlich erklärt, ERP-Master abgeglichen, Eigentümer benannt und kritische PA-Tickets geschlossen sind. No-Go gilt bei fehlender Einheit, unbekannter aktiver Adresse, widersprüchlicher Identität, unbeaufsichtigtem Eingang oder nicht genehmigter Routingänderung. Sieben-Tage-Sprint: Tag 1 Inventar einfrieren; Tag 2 Annuaire vollständig prüfen; Tag 3 Abweichungen priorisieren; Tag 4 PA-Belege und Korrekturen verfolgen; Tag 5 ERP- und Onboardingdaten bereinigen; Tag 6 Kommunikation freigeben; Tag 7 erneut abfragen und Go/No-Go protokollieren. Typische Fehler sind nur nach Firmenname zu suchen, SIREN und SIRET zu verwechseln, den ersten Treffer als vollständig anzusehen, Adresssyntax selbst zu bauen, einen Änderungsantrag als Abschluss zu werten und Verzeichnisprüfung mit Empfangstest gleichzusetzen. Eskalieren Sie jeden offenen kritischen Befund mit Geschäftsfolgen und Entscheidungstermin.

Leitfaden

So nutzen Sie diese Seite

Nutzen Sie diese Seite, um zu entscheiden, ob Prüfung des französischen E-Rechnungsverzeichnisses, der SIREN/SIRET-Daten und Empfängeradressierung Ihren Frankreich-Workflow betrifft und welche Nachweise noch fehlen. Beginnen Sie mit französische Empfangs- und Ausgabefristen, zugelassene Plattform, Factur-X, UBL oder CII und testen Sie eine strukturierte Rechnung empfangen und eine Kundenrechnung ausstellen, bevor Sie Software vergleichen.

Leitfaden

Daten, Entitäten und Begriffe

Für Prüfung des französischen E-Rechnungsverzeichnisses, der SIREN/SIRET-Daten und Empfängeradressierung sind Prüfung des französischen E-Rechnungsverzeichnisses, der SIREN/SIRET-Daten und Empfängeradressierung, Frankreich, französische Empfangs- und Ausgabefristen, zugelassene Plattform, Factur-X, UBL oder CII, E-Reporting, SIREN- und Umsatzsteuerdaten wichtig. Bereinigen Sie diese Felder in Kunden-, Lieferanten-, Steuer- und Buchhaltungsdaten vor dem Rollout.

Leitfaden

Software-Nachweis verlangen

Bitten Sie Anbieter, den vollständigen Workflow mit Ihren Rechnungsbeispielen, Nutzerrollen und Ausnahmen demonstrieren mit Ihren Beispielen zu zeigen. Die Demo sollte eine strukturierte Rechnung empfangen, eine Kundenrechnung ausstellen, einen E-Reporting-Fall testen, eine Gutschrift korrigieren abdecken und erklären, wer Fehler, Korrekturen, Archiv und Buchhaltung übergibt.

Leitfaden

Nachweise vor dem Rollout

Speichern Sie offizielle Quellen, Screenshots, Testrechnungen und Entscheidungsgrund für Prüfung des französischen E-Rechnungsverzeichnisses, der SIREN/SIRET-Daten und Empfängeradressierung. Die Akte sollte zeigen, wie französische Empfangs- und Ausgabefristen, zugelassene Plattform, Factur-X, UBL oder CII, E-Reporting geprüft wurden.

Leitfaden

Entscheidungspunkt

Schließen Sie das Thema erst ab, wenn jemand die operative Vorbereitung dieses Themas für Frankreich erklären, den Workflow-Verantwortlichen nennen, ein getestetes Rechnungsszenario zeigen und den Fehler sich auf eine allgemeine Compliance-Zusage zu verlassen, ohne den realen Workflow zu testen vermeiden kann.

Checkliste

Alle französischen Rechtsträger mit juristischem Namen, SIREN und TVA-Identität erfassen.

Rechnungsrelevante Haupt- und Nebenbetriebsstätten samt SIRET und AP-Eigentümer dokumentieren.

Für jede Einheit die PA-Zuordnung im offiziellen Annuaire mit Prüfdatum festhalten.

Sämtliche sichtbaren aktiven Empfangsadressen prüfen, nicht nur den ersten Treffer.

Adressgranularität für zentrale oder betriebsstättenbezogene AP schriftlich genehmigen lassen.

Annuaire-Befunde mit Debitoren-, Kreditoren- und Gesellschaftsstammdaten abgleichen.

Fehlende, doppelte, veraltete oder falsche Datensätze mit Evidenz an die PA eskalieren.

Lieferanten- und Kundenanweisungen ausschließlich aus bestätigten Routingdaten aktualisieren.

Für jede Änderung Vier-Augen-Freigabe, Wirksamkeitsdatum und Rücknahmeplan sichern.

Vor Produktionsfreigabe erneut abfragen und alle kritischen Abweichungen mit Abschlussbeleg schließen.

Häufige Fragen

Was kann ich mit dem französischen E-Rechnungsverzeichnis zuverlässig prüfen?

Die öffentliche Abfrage kann den Geltungsbereich einer Organisation, eine vorhandene PA-Anbindung und veröffentlichte elektronische Rechnungsadressen sichtbar machen. Sie belegt jedoch weder die korrekte Verarbeitung in Ihrem ERP noch einen erfolgreichen Ende-zu-Ende-Empfang. Halten Sie den Befund deshalb datiert fest und ergänzen Sie PA- sowie Systemnachweise.

Soll ich mit SIREN oder SIRET suchen und prüfen?

Die offizielle Erläuterung zeigt die Suche mit der neunstelligen SIREN. Für den operativen Audit benötigen Sie zusätzlich die relevanten SIRET, um Hauptsitz und Nebenbetriebsstätten Ihrem Sollmodell zuzuordnen. Eine SIRET sollte nicht ohne fachliche Prüfung als eigenständige Empfangsadresse interpretiert werden.

Warum kann eine Gesellschaft mehrere aktive Empfangsadressen haben?

France Num beschreibt Strukturen mit einer oder mehreren aktiven Adressen und zeigt unterschiedliche Ebenen, etwa für die juristische Einheit oder Betriebsstätten. Welche Adresse für welchen Prozess vorgesehen ist, muss aus Ihrem genehmigten AP-Modell sowie der Bestätigung durch PA und aktuelle offizielle Dokumentation hervorgehen.

Was tun, wenn ein Eintrag fehlt oder offensichtlich falsch ist?

Erstellen Sie ein PA-Ticket mit SIREN/SIRET, Suchdatum, aktuellem und erwartetem Befund, Screenshot oder Export, Auswirkung und Ansprechpartner. Unterstellen Sie keine feste Aktualisierungsdauer. Prüfen Sie nach der gemeldeten Korrektur erneut und schließen Sie den Fall erst, wenn Verzeichnis, PA-Bestätigung und ERP-Soll übereinstimmen.

Wer aktualisiert die Rechnungsadresse im Annuaire?

Eine öffentliche Suche selbst verändert keinen Datensatz. Der konkrete Prozess für Anlage, Korrektur, Aktivierung und Routing ist mit Ihrer ausgewählten plateforme agréée und der jeweils aktuellen offiziellen Dokumentation zu klären. Dokumentieren Sie Fallnummer, Verantwortlichkeit, Freigabe und den nachfolgenden Sichtnachweis.

Darf ich die elektronische Rechnungsadresse aus SIREN oder SIRET ableiten?

Nein, bauen Sie keine Syntax, Suffixe oder Vorrangregeln auf Basis beobachteter Beispiele. Offizielle Beispiele illustrieren mögliche Ebenen, definieren aber nicht automatisch Ihr Adressmodell. Verwenden Sie ausschließlich veröffentlichte und von Ihrer PA bestätigte Daten und lassen Sie die fachliche Zuordnung genehmigen.

Welche Nachweise sollte ein interner oder externer Auditor erhalten?

Geeignet sind ein versioniertes Einheiteninventar, datierte Annuaire-Belege, die vollständige Adressliste, PA-Tickets und Abschlussbestätigungen, das genehmigte Granularitätsmodell, der ERP-Abgleich, Änderungsprotokolle sowie freigegebene Kommunikationsvorlagen. Jeder offene Punkt sollte Risiko, Eigentümer, Frist und Entscheidung enthalten.

Reicht ein sauberer Verzeichnisbefund für die Produktionsfreigabe?

Nein. Er ist ein notwendiger Routing- und Identitätskontrollpunkt, aber kein vollständiger Empfangstest. Für die Freigabe sollten zusätzlich ERP-Zuordnung, überwachte Zielqueues, Verantwortlichkeiten, Ausnahmebehandlung und gegebenenfalls separate technische Tests nachgewiesen sein. Diese Seite bietet praktische Orientierung, keine Rechts-, Steuer- oder Buchhaltungsberatung.

Was zuerst für Prüfung des französischen E-Rechnungsverzeichnisses, der SIREN/SIRET-Daten und Empfängeradressierung testen?

Beginnen Sie mit eine strukturierte Rechnung empfangen, eine Kundenrechnung ausstellen, einen E-Reporting-Fall testen, weil diese Szenarien die Praxistauglichkeit zeigen.

Was ist das Hauptrisiko?

Das Hauptrisiko ist sich auf eine allgemeine Compliance-Zusage zu verlassen, ohne den realen Workflow zu testen.

Wichtige Regeln, Formate und Begriffe

Europäische KommissionEN 16931Richtlinie 2014/55/EUstrukturierte elektronische RechnungPrüfung des französischen E-Rechnungsverzeichnisses, der SIREN/SIRET-Daten und EmpfängeradressierungFrankreich

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Offizielle Quellen

Wir priorisieren offizielle Regierungs- und EU-Quellen, soweit verfügbar, und zeigen Prüfdatumsangaben sichtbar an.