Frankreich · Plattformwahl

Frankreich: PA-Plattform oder kompatible Lösung auswählen

Checkliste zur Auswahl einer französischen Plateforme Agréée oder kompatiblen Lösung: PA/PDP, E-Reporting, Factur-X, Softwaretests und Risiken.

Kurzfazit:
  • Klären Sie zuerst die Route: direkte Plateforme Agréée oder angebundene Software, inklusive Supportverantwortung und Migrationsweg.
  • Testen Sie mehr als eine Rechnung: B2B-Ausgang, Eingang, Gutschrift, E-Reporting/Zahlung und Archivsuche müssen Nachweise liefern.
  • Risikopunkte sind DGFiP-Listeneintrag, Factur-X/UBL/CII, Steuerberaterzugriff, Ausnahmeprozess und Exportrechte.
Zuletzt geprüft: 11. Juli 2026Offizielle QuellenKlare ZusammenfassungPraktische Information, keine Rechtsberatung
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Was Sie wissen müssen

Leitfaden

Für wen diese Checkliste ist

Diese Checkliste hilft deutschsprachigen Teams mit französischer Gesellschaft, Niederlassung oder Kundenprozess, eine Plateforme Agréée (PA, früher oft PDP genannt) oder eine kompatible Rechnungs-/Buchhaltungslösung zu beurteilen. Entscheidend ist der komplette Prozess, nicht nur ein Compliance-Logo.

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Offizieller Rahmen

Französische Quellen erklären, dass umsatzsteuerpflichtige Unternehmen ab 1. September 2026 eine zugelassene Plattform für Versand und Empfang elektronischer Rechnungen sowie für Transaktions- und Zahlungsdaten nutzen müssen. Alle Unternehmen müssen ab 2026 empfangen können; KMU und Kleinstunternehmen stellen ab 2027 aus.

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PA, PDP und kompatible Lösung

Eine Plateforme Agréée ist von der französischen Steuerverwaltung registriert. Der Begriff PDP taucht weiter auf, ist aber nicht der einzige aktuelle Begriff. Eine kompatible Lösung kann Ihr ERP oder Buchhaltungstool sein, sofern sie an eine PA angebunden ist. Lassen Sie sich die technische und vertragliche Kette zeigen.

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Rechnungsfälle zuerst kartieren

Trennen Sie französische B2B-Rechnungen, Lieferantenrechnungen, Gutschriften, Anzahlungen, B2C-Umsätze, Exporte, innergemeinschaftliche Fälle und Zahlungsdaten. Frankreich verbindet E-Invoicing und E-Reporting; deshalb muss die Auswahl mehr als eine Beispielrechnung abdecken.

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Offizielle Liste prüfen

Prüfen Sie die DGFiP-/impots.gouv.fr-Liste, Anbietername, Handelsname, Status, Leistungsumfang und Supportkontakt. Wenn ein Steuerberater oder Reseller eine Lösung empfiehlt, fragen Sie nach der tatsächlich genutzten PA.

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Demo-Szenario verlangen

Die Demo sollte Ausgangsrechnung, Eingangsrechnung, Gutschrift, E-Reporting-/Zahlungsfall und Archivsuche zeigen. Achten Sie auf Status, Fehlermeldungen, Factur-X/UBL/CII, Rollenrechte, Steuerberaterzugriff und exportierbare Nachweise.

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Auswahlkriterien

Bewerten Sie Prozessfit, Supportverantwortung, transparente Preise, Volumen, Nutzer, Archiv, Migration, französischsprachigen Support, Steuerberaterprozess und Datenprüfung. Eine günstige Lösung ist riskant, wenn Ausnahmen in E-Mails landen.

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Typische Fehler

Typisch sind PDF-Denken, unklare PA-Anbindung, kein Eingangstest, fehlende E-Reporting-Prüfung, kein Exportrecht und die Annahme, dass der Steuerberater allein die operative Entscheidung übernehmen kann.

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Nächster Schritt

Erstellen Sie ein einheitliches Testpaket mit aktueller Software, Rechnungsvolumen, drei Testrechnungen, fünf Kunden, fünf Lieferanten und den Anforderungen des Steuerberaters. Vergleichen Sie Anbieter anhand derselben Fälle.

Checkliste

Direkte PA oder angebundene kompatible Lösung klären

Anbieter in der offiziellen DGFiP-Liste prüfen

B2B-, Lieferanten-, B2C/Export- und Zahlungsflüsse kartieren

Factur-X, UBL oder CII testen

E-Reporting und Zahlungsdaten prüfen

Steuerberaterzugriff, Rechte und Audit Trail prüfen

Preise nach Nutzer, Volumen, Archiv und Support vergleichen

Migration, Export und Kündigung dokumentieren

Häufige Fragen

Was ist eine Plateforme Agréée?

Sie ist ein von der französischen Steuerverwaltung registrierter Anbieter, der regulierte Funktionen für E-Invoicing und E-Reporting übernimmt: Versand, Empfang und Datenübermittlung an die Verwaltung.

Ist PA gleich PDP?

Viele Marktquellen nutzen PDP weiter. Maßgeblich sind aber der aktuelle offizielle Status, die Registrierung und die unterstützten Funktionen der Plattform.

Kann mein ERP ausreichen?

Ja, wenn es als kompatible Lösung korrekt an eine PA angebunden ist. Fragen Sie nach Statusanzeige, Fehlerbehebung, Eingangsrechnungen, Korrekturen und E-Reporting.

Warum muss ein KMU vor 2027 handeln?

Weil alle Unternehmen ab 1. September 2026 empfangsbereit sein müssen. Außerdem brauchen Softwareauswahl, Datenbereinigung und Tests Vorlauf.

Ist die billigste Plattform ausreichend?

Nur wenn sie den realen Prozess abdeckt: Volumen, Archiv, Eingangsrechnungen, E-Reporting, Support, Steuerberaterzugang und Export bei Anbieterwechsel.

Welche Formate sind wichtig?

Fragen Sie nach Factur-X, UBL und CII sowie Validierung Pflichtfelder. Testen Sie Erstellung und Empfang, nicht nur einen Exportbutton.

Welche Nachweise sollte man speichern?

Speichern Sie Anbieterprüfung, Vertrag, Testprotokolle, strukturierte Dateien, Statuslogs, Archivsuche, Rollenrechte und Bestätigung des Steuerberaters.

Was ist das größte Risiko?

Das größte Risiko ist ein Tool, das verkaufsseitig compliant wirkt, aber Eingangsrechnungen, E-Reporting, Korrekturen oder Ausnahmen nicht kontrolliert abbildet.

Wichtige Regeln, Formate und Begriffe

Europäische KommissionEN 16931Richtlinie 2014/55/EUstrukturierte elektronische RechnungFrankreich PA-Plattform und kompatible LösungFrance

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Offizielle Quellen

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