Frankreich · PA-ERP-Abschlusskontrolle

Französische E-Rechnungen zum Monatsabschluss abstimmen

Stimmen Sie PA, ERP, Kreditoren/Debitoren und Zahlungsdaten mit Kontrollsummen, Statusausnahmen, Nachweisen und Verantwortlichen ab.

Kurzfazit:
  • Kontrolleinheit: juristische Einheit, Richtung, Periode und Route.
  • Größtes Risiko: unbemerkte Lücken oder Dubletten zwischen PA und ERP.
  • Erster Schritt: identische Stichtage und unveränderbare Extrakte festlegen.
Zuletzt geprüft: 18. August 2026Offizielle QuellenKlare ZusammenfassungPraktische Information, keine Rechtsberatung
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Was Sie wissen müssen

Leitfaden

1. Umfang und führende Systeme je Abschluss festlegen

Beginnen Sie nicht mit einem Gesamtvergleich aller Dateien, sondern mit einer klar abgegrenzten Kontrolleinheit. Dokumentieren Sie je juristischer Einheit den SIREN und die im Prozess verwendeten SIRET, die angebundene plateforme agréée (PA), die betroffenen ERP-Mandanten, Nebenbücher für Kreditoren und Debitoren, Bank- oder Liquiditätsmanagementsysteme sowie den Berichtszeitraum. Legen Sie außerdem fest, ob Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Gutschriften, Stornierungen, grenzüberschreitende Vorgänge, E-Reporting und Zahlungsdaten in derselben oder in getrennten Kontrollstrecken behandelt werden. Das verhindert, dass unterschiedliche Populationen scheinbar plausible, aber wertlose Summen liefern. Definieren Sie für jede Information das führende System: Die PA belegt Übertragung, Empfang, Formatverarbeitung und verfügbare Lebenszyklusmeldungen; das ERP beziehungsweise Nebenbuch belegt Kontierung und Buchung; ein Freigabewerkzeug belegt Genehmigungen; Bank und Liquiditätsmanagement belegen Geldbewegungen. Das Hauptbuch bleibt die Grundlage der Rechnungslegung. Eine PA ersetzt es nicht, und ein Plattformstatus beweist weder die korrekte Buchung noch Freigabe, Zahlung oder steuerliche Behandlung. Umgekehrt beweist eine ERP-Buchung nicht, dass eine E-Rechnung erfolgreich über die vorgeschriebene Route übertragen wurde. Die französische Reform sieht für betroffene Unternehmen ab 1. September 2026 die Nutzung zugelassener Plattformen für Versand und Empfang elektronischer Rechnungen sowie die Übermittlung von Transaktions- und Zahlungsdaten vor. Die hier beschriebene monatliche Abstimmung ist jedoch eine empfohlene interne Kontrolle, keine von der DGFiP vorgegebene Monatsroutine. Frequenz, Wesentlichkeit, Verantwortliche und Abschlussfrist sind anhand von Volumen, Risiko und interner Steuerung festzulegen.

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2. Vergleichbare Extrakte zum selben Stichtag sichern

Erzeugen Sie aus PA, ERP, Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung sowie bei Bedarf aus Zahlungs- und Berichtssystemen reproduzierbare Extrakte. Jeder Export erhält denselben Stichtag oder eine dokumentierte Überleitungslogik, einen Zeitstempel, die Zeitzone und einen eindeutigen Laufbezeichner. Bei einem Abschluss um 23:59 Uhr Europe/Paris darf ein PA-Export in UTC nicht ungeprüft gegen lokale ERP-Buchungstage laufen. Notieren Sie Abfrageparameter, Filter, API-Version, Dateiname, Datensatzanzahl und Prüfsumme der Datei. Bei APIs sollten Pagination, nachträgliche Statusänderungen und fehlgeschlagene Seitenabrufe kontrolliert werden. Als empfohlene Vergleichsfelder gelten: juristische Einheit und SIREN/SIRET, Ein- oder Ausgangsrichtung, Rechnungs- beziehungsweise Gutschriftsnummer, Dokumenttyp, Ausstellungsdatum, Lieferanten- und Kundenkennung, PA- oder Plattform-ID, ERP-Belegnummer, Brutto-, Netto- und Steuerbetrag, Währung, Rechnungsformat oder Route, aktueller Lebenszyklusstatus sowie alle relevanten Statuszeitpunkte. Ergänzen Sie, soweit verfügbar, technische Referenzen, Originaldateiname, Hashwert, Vorgänger- oder Korrekturreferenz, Fälligkeitsdatum und Zahlungsbezug. Diese Felder sind Kontrollvorschläge und keine Behauptung über verpflichtende französische Datenfelder. Frieren bedeutet nicht, die operativen Systeme zu sperren. Es bedeutet, eine unveränderbare Ausgangspopulation zu sichern und spätere Bewegungen separat zu protokollieren. Wenn eine Rechnung nach dem Stichtag eintrifft, wird sie als in Bearbeitung-Posten in die Überleitung aufgenommen, statt den ursprünglichen Export still zu überschreiben. So bleibt nachvollziehbar, warum ein heute wiederholter Bericht andere Werte zeigen kann.

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3. Kontrollsummen nach Richtung, Dokumenttyp und Route bilden

Bilden Sie zunächst grobe Kontrollsummen und zerlegen Sie diese anschließend. Mindestdimensionen sind Eingang und Ausgang, Rechnung und Gutschrift, juristische Einheit, Währung und Übertragungsroute. Bei mehreren SIRET, PA-Anbindungen oder Formaten wie Factur-X, UBL und CII sind zusätzliche Teilmengen sinnvoll. Vergleichen Sie Anzahl, Netto-, Steuer- und Bruttobetrag; Währungen werden getrennt betrachtet, nicht zu einem unkontrollierten Gesamtbetrag addiert. Stimmen Anzahl und Wert nicht überein, darf eine Differenz nicht allein durch Saldierung positiver und negativer Abweichungen verschwinden. Fiktives Beispiel: Die PA weist für den französischen Mandanten im Juli 1.204 eingehende Rechnungen über 2.480.000 EUR brutto und 46 Gutschriften über minus 71.000 EUR aus. Das Kreditorenbuch enthält zum gleichen Stichtag 1.201 Rechnungen über 2.472.500 EUR und 47 Gutschriften über minus 72.200 EUR. Die Differenzliste muss daher mindestens drei fehlende Rechnungen, eine zusätzliche Gutschrift und die Wertabweichungen erklären. Eine mögliche Auflösung wäre: zwei Rechnungen kamen nach dem ERP-Importschnitt an, eine wurde wegen einer Dublettenwarnung geparkt, und eine ERP-Gutschrift gehört zu einer manuellen Altbestandskorrektur außerhalb der PA-Population. Erst Belege und Freigaben machen diese Erklärung belastbar. Es gibt keine hier behauptete amtliche Null- oder Euro-Toleranz. Definieren Sie intern, ob jede Stückzahldifferenz untersucht wird, welche Rundungsabweichungen akzeptabel sind und ab wann Beträge eskaliert werden. Entscheidungskriterien sind Betrugs- und Doppelzahlungsrisiko, Umsatzsteuerwirkung, Abschlussrelevanz, Alter, Volumen und Wiederholungscharakter. Halten Sie Kontrollsumme, Differenz, Begründung, Bearbeiter und Abschlussstatus in einem versionierten Ausnahmebericht fest.

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4. Identität und Vollständigkeit auf Belegebene nachweisen

Nach den Summen folgt der Belegabgleich. Verwenden Sie eine gestufte Zuordnungslogik, weil keine einzelne Kennung in jeder Kette lückenlos vorhanden ist. Die stärkste Zuordnung kombiniert die Rechnungsnummer des Lieferanten, Verkäufer- und Käuferkennung, Dokumentdatum und Betrag mit PA-ID und ERP-Belegnummer. SIREN oder SIRET dürfen nicht ohne Kontext vertauscht werden: Eine Gruppe kann mehrere Standorte oder Empfangsrouten haben. Wo verfügbar, erhöhen Hashwert, technische Referenz oder eine eindeutige Nachrichten-ID die Sicherheit, insbesondere wenn Dateinamen verändert oder Formate konvertiert wurden. Teilen Sie Ergebnisse in eindeutig zugeordnet, plausibel zugeordnet, mehrdeutig und nicht zugeordnet. Eine Zuordnung nur nach Betrag und Datum ist bei Serienrechnungen zu schwach. Eine veränderte Schreibweise der Rechnungsnummer kann dagegen mit denselben Parteien, Beträgen und einer dokumentierten PA-Referenz plausibel sein. Mehrfachtreffer sind als potenzielle Dubletten zu untersuchen, nicht automatisch auf den ersten Datensatz zu mappen. Bewahren Sie die Zuordnungsregeln und deren Priorität als Teil des Nachweises auf. Prüfen Sie Vollständigkeit in beide Richtungen: Jeder relevante PA-Datensatz sollte im ERP oder in einer begründeten Warteschlange erscheinen; jeder relevante ERP-Beleg sollte eine PA-Referenz oder einen dokumentierten Grund außerhalb der Plattformpopulation besitzen. Das deckt sowohl Importlücken als auch manuelle Buchungen auf. Bei Konvertierung zwischen Factur-X, UBL oder CII sollte die Kontrolle außerdem bestätigen, dass die für den Abgleich verwendeten Kerndaten erhalten blieben. Die PA darf Formate unter Wahrung von Integrität, Authentizität, Lesbarkeit und Vollständigkeit konvertieren; die interne Kontrolle muss dennoch die tatsächlich empfangenen und gebuchten Daten vergleichen.

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5. Lebenszyklus, Buchung, Freigabe und Zahlung getrennt abstimmen

Führen Sie mindestens vier Zustandsachsen: Rechnungslebenszyklus auf der PA, technische Verarbeitung in der Integrationsschicht, Buchungs- und Freigabestatus im ERP sowie Zahlungs- beziehungsweise Inkassostatus. Ein einziger zusammengefasster Status wie „erledigt“ verdeckt Risiken. Französische Bezeichnungen wie Déposée, Rejetée, Refusée oder Encaissée sind nur im Kontext der tatsächlich eingesetzten Profile und Prozesse zu interpretieren; nicht jedes Unternehmen muss jeden optionalen Status verwenden. Die DGFiP-Spezifikationsseite verweist auf Version 3.2 vom 30. April 2026 für Rechnungs-, Transaktions- und Zahlungsdaten sowie Lebenszyklus-Statusmeldungen. AFNOR XP Z12-012 behandelt Formate und Profile, XP Z12-013 APIs und XP Z12-014 B2B-Anwendungsfälle. Erstellen Sie eine interne Statusmatrix, die keine falsche Gleichsetzung vornimmt. „Déposée“ kann etwa den Eingang eines Vorgangs auf einer Plattformstrecke anzeigen, bedeutet aber nicht automatisch „im Hauptbuch gebucht“. „Refusée“ ist von einem technischen oder regelbasierten „Rejetée“-Fall zu unterscheiden, ohne aus dem Wort allein Ursache oder Rechtsfolge abzuleiten. „Encaissée“ sollte nicht pauschal als Bankabgleich oder vollständige Begleichung gelesen werden. Maßgeblich sind Spezifikation, PA-Dokumentation, Nachricht und Geschäftskontext. Zeitunterschiede sind normal: Eine Rechnung kann kurz vor dem Stichtag auf der PA sichtbar sein, während der ERP-Import erst nach Mitternacht läuft; eine Freigabe kann Tage später erfolgen; eine Statusmeldung kann nachgelagert eintreffen. Definieren Sie deshalb intern zulässige Kategorien für laufende Vorgänge und Altersgrenzen statt künstlich identische Momentaufnahmen zu erzwingen. Jede Abweichung braucht einen erwarteten nächsten Schritt, einen Verantwortlichen und ein Fälligkeitsdatum. Dauerhaft widersprüchliche Zustände gehören in die Ausnahmebearbeitung, auch wenn die Kontrollsummen insgesamt stimmen.

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6. Ausnahmen strukturiert untersuchen und Blindwiederholungen verhindern

Verwenden Sie feste Ausnahmegruppen: in der PA fehlend, im ERP fehlend, potenzielle Dublette, Betrags- oder Steuerabweichung, veralteter beziehungsweise inkonsistenter Status, Rejetée, Refusée, Korrektur oder Gutschrift sowie unbekannter Zustand. Jede Gruppe erhält eine Diagnosefolge. Bei „in PA fehlend“ prüfen Sie Population, Richtung, SIREN/SIRET, Route, Zeitraum und technische Sendebestätigung. Bei „in ERP fehlend“ folgen Kontrollen von Exportzeitpunkt, Integrationswarteschlange, Zuordnung, Validierungsfehlern und manuellen Sperren. Bei Betragsabweichungen vergleichen Sie Quelldokument, strukturierte Daten, Konvertierung, Rundung, Währung und ERP-Buchung. Kein Beleg wird blind erneut gesendet oder importiert. Vor einer Wiederholung müssen PA-ID, Rechnungskennung, Empfänger, bisherige Quittungen, ERP-Dublettenprüfung und mögliche Folgeaktionen kontrolliert werden. Sonst kann ein technischer Wiederholungsversuch eine doppelte Buchung, doppelte Zahlung oder widersprüchliche Statusfolge erzeugen. Nutzen Sie idempotente Schnittstellen oder eindeutige Nachrichtenschlüssel, soweit die eingesetzte Lösung dies unterstützt. Eine Wiederholung erhält eine Freigabe, einen Grund und eine Verknüpfung zum ursprünglichen Vorgang. Für Rejetée- und Refusée-Fälle dokumentieren Sie die konkrete Meldung, Ursache, betroffene Partei, fachliche Entscheidung und zulässige Korrekturstrecke. Ersetzen Sie keine Originalrechnung still durch eine geänderte Datei; verwenden Sie den vorgesehenen Korrektur- oder Gutschriftsprozess und verknüpfen Sie Vorgänger und Nachfolger. Ein unbekannter Status ist kein neutraler Abschlusszustand. Er wird an PA- oder Integrationsexperten eskaliert, bevor eine buchhalterische Schlussfolgerung gezogen wird. Risiken werden nach Betrag, Steuerwirkung, Fälligkeit, Doppelzahlungsgefahr, Abschlussauswirkung und Alter priorisiert. Wiederkehrende Ursachen fließen in Zuordnung-, Stammdaten- oder Prozessverbesserungen ein.

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7. Encaissée, Zahlungsdaten und Bankbewegungen vorsichtig überleiten

Zahlungsdaten benötigen eine eigene Abstimmung. Prüfen Sie zunächst, für welche Vorgänge und Konstellationen im konkreten Unternehmen Zahlungsinformationen zu übermitteln sind, statt einen universellen Anwendungsbereich anzunehmen. Ein Lebenszyklusmerkmal Encaissée ist im verwendeten französischen Profil und im PA-Prozess zu lesen; es ersetzt weder Bankkontoauszug noch Offene-Posten-Ausgleich. Stimmen Sie deshalb Rechnungsreferenz, Zahler oder Empfänger, Betrag, Währung, Wertstellungs- oder Zahlungsdatum und verfügbare Zahlungsreferenz zwischen PA-Daten, Debitoren- beziehungsweise Kreditorenbuchhaltung und Bank oder Liquiditätsmanagement ab. Teilzahlungen, Sammelzahlungen, Skonto, Gebühren, Rücklastschriften und Zahlungen über mehrere Konten verhindern oft einen einfachen Eins-zu-eins-Match. Eine Rechnung über 12.000 EUR kann beispielsweise durch 7.000 EUR und 5.000 EUR an zwei Tagen ausgeglichen werden; eine einzelne Encaissée-Meldung darf dann nicht ungeprüft als Beleg für den Zeitpunkt oder Umfang beider Bankbewegungen dienen. Umgekehrt kann eine Sammelzahlung fünf Rechnungen abdecken. Die Überleitung muss die Zuordnungslogik, Restbeträge und offene Differenzen sichtbar machen. Besondere Sorgfalt ist bei umsatzsteuerlicher Behandlung nach Zahlung, zeitlichen Abgrenzungen und Korrekturen erforderlich. Diese Sachverhalte können die Bedeutung und Relevanz von Zahlungsdaten erhöhen, sind aber vom Steuer- und Rechnungswesensteam anhand des konkreten Falls zu beurteilen. Der Kontrollbericht sollte daher zwischen „Zahlungsinformation auf der PA vorhanden“, „Bankbewegung gefunden“, „offener Posten ausgeglichen“ und „steuerlich geprüft“ unterscheiden. Bei Abweichungen wird nicht automatisch ein Plattformfehler unterstellt: Banklaufzeit, fehlerhafte Referenz, Teilzahlung oder verspätete Statusmeldung sind ebenso mögliche Ursachen. Diese Anleitung ist praktische Information und keine Rechts-, Steuer- oder Rechnungslegungsberatung.

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8. Nachweispaket, Verantwortlichkeit und Freigabe organisieren

Das Nachweispaket sollte den Umfang, die Systemlandkarte, Stichtag und Zeitzonen, Exportparameter, unveränderte Quellextrakte, Kontrollsummen, Zuordnungsregeln, Statusmatrix, vollständige Ausnahmeliste und die finale Überleitung enthalten. Ergänzen Sie Bildschirmaufnahmen oder API-Protokolle nur dort, wo sie eine Entscheidung belegen; ein unstrukturierter Ordner mit Bildschirmaufnahmen ist kein Kontrollnachweis. Für jede Ausnahme werden Kategorie, Betrag, Alter, Risiko, Ursache, Maßnahme, Verantwortlicher, Fälligkeit, Beleglink und Abschlussentscheidung geführt. Sensible Daten sind nach den internen Zugriffs- und Datenschutzregeln zu schützen. Diese Anleitung erfindet keine gesetzliche Aufbewahrungsfrist. Definieren Sie operative und kontrollierende Rollen. AP verantwortet typischerweise Eingangsbelege, AR Ausgangsbelege und Inkassozuordnung, Integration oder IT technische Übertragung, das Liquiditätsmanagement Bankdaten und Finanzkontrolle die Gesamtüberleitung. Die konkrete Trennung richtet sich nach Organisation und Berechtigungsmodell. Altersbänder, Wesentlichkeit und Eskalationsschwellen sind interne Entscheidungen. Ein niedriger Betrag kann dennoch kritisch sein, wenn er eine systematische Routing-Lücke oder Dublettenserie anzeigt. Die Freigabe bestätigt daher nicht nur, dass die Nettodifferenz klein ist, sondern dass Population, Ursachen und verbleibendes Risiko verstanden wurden. Nach der Freigabe dürfen Änderungen nicht unsichtbar erfolgen. Wenn ein später Status, eine verspätete Rechnung oder eine Korrekturbuchung den Abschlussnachweis verändert, eröffnen Sie den Kontrolllauf formal erneut oder ergänzen einen versionierten Nachtrag. Das Änderungsprotokoll nennt alten und neuen Wert, Grund, Zeitpunkt, Bearbeiter und Genehmiger. Akzeptabel ist ein Abschluss, wenn alle Populationen erklärt, wesentliche Ausnahmen gelöst oder genehmigt vorgetragen, Dublettenrisiken kontrolliert, Zahlungsüberleitungen nachvollziehbar und Nachweise reproduzierbar sind. Nicht akzeptabel ist eine bloße Aussage „PA und ERP stimmen ungefähr überein“.

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9. Fünf-Tage-Ablauf, Systemauswahl und Abnahmekriterien

Ein praktikabler interner Fünf-Tage-Plan kann so aussehen: Tag 1 sichert Stichtag, PA- und ERP-Extrakte und erste Kontrollsummen. Tag 2 führt Belegzuordnung und bidirektionale Vollständigkeitsprüfung aus. Tag 3 untersucht technische, fachliche und Statusausnahmen mit AP, AR und Integration. Tag 4 stimmt Zahlungsdaten, Bankbezüge, Korrekturen und Restposten ab. Tag 5 vervollständigt Nachweise, Eskalationen, Managementfreigabe und Änderungsprotokoll. Das ist ein empfohlenes Betriebsmodell, keine französische Abschlussfrist. Bei hohem Volumen können tägliche Vorabkontrollen den Monatslauf entlasten; die formale Freigabe bleibt separat. Fragen Sie eine PA oder Softwareanbieter konkret: Lassen sich vollständige historische Bestände und Statusereignisse mit Zeitstempel exportieren? Sind PA-ID, Geschäftskennung und ERP-ID gemeinsam verfügbar? Unterstützen API und Berichte Pagination, Delta-Abzüge, unveränderbare Laufreferenzen und maschinenlesbare Fehlerdetails? Können Eingänge, Ausgänge, Rechnungen, Gutschriften, Währungen, SIREN/SIRET und Routen getrennt werden? Wie werden Factur-X, UBL und CII konvertiert und Referenzen erhalten? Gibt es Dublettenschutz, Rollenfreigaben, Prüfprotokoll, Statusalterung sowie Berichte zu Transaktions- und Zahlungsdaten? Eine übersichtliche Ansicht ohne exportierbare Rohdaten ist für einen reproduzierbaren Abschluss unzureichend. Häufige Fehler sind ungleiche Stichtage, einseitiger Abgleich, Vermischung von Lebenszyklus und Buchungsstatus, Saldierung verschiedener Währungen, pauschaler Wiederholungsversuch, fehlende Korrekturverknüpfung und ein ungeklärter Sammelposten „Timing“. Die Abnahme verlangt: kontrollierte Populationen, nachvollziehbare Summen, belastbare Zuordnung, abgearbeitete oder genehmigte Ausnahmen, keinen ungeprüften Doppelversand, getrennte Zahlungsnachweise und einen unterschriebenen Kontrolllauf. Nutzen Sie die Ergebnisse anschließend nicht nur als Archiv: Überführen Sie Lücken bei Export, API, Statussichtbarkeit, Rollen oder Nachweisen als konkrete Maßnahmen in einen Frankreich-Bereitschaftsbericht mit Verantwortlichem, Priorität und Zieldatum.

Checkliste

Kontrollumfang je SIREN/SIRET, PA, ERP-Mandant, Richtung und Zeitraum freigeben.

PA-, ERP-, AP/AR- und Zahlungsdaten mit identischem Stichtag, Zeitstempel und Zeitzone sichern.

Empfohlene Schlüssel, Beträge, Währungen, Dokumenttypen und Statuszeitpunkte exportieren.

Kontrollsummen getrennt nach Eingang, Ausgang, Rechnung, Gutschrift, Einheit, Währung und Route bilden.

Vollständigkeit in beide Richtungen und mehrdeutige Belegzuordnungen prüfen.

PA-Lebenszyklus, technische Verarbeitung, ERP-Buchung, Freigabe und Zahlung getrennt ausweisen.

Fehlende, doppelte, abweichende, veraltete, zurückgewiesene und abgelehnte Vorgänge klassifizieren.

Vor jedem Wiederholungsversuch Identitäten, Quittungen, Dublettenrisiko und Freigabe kontrollieren.

Encaissée- und Zahlungsdaten gegen offene Posten und Bankbewegungen überleiten.

Nachweispaket, Ausnahmen, Verantwortlicher, Eskalationen, Freigabe und spätere Änderungen versionieren.

Häufige Fragen

Wie lassen sich PA und ERP zum Monatsabschluss abstimmen?

Sichern Sie vergleichbare Extrakte mit demselben Stichtag und bilden Sie Kontrollsummen nach Richtung, Dokumenttyp, Einheit, Währung und Route. Danach erfolgt ein bidirektionaler Belegabgleich über Rechnungskennung, Parteien, PA-ID, ERP-ID und Beträge. Jede nicht eindeutige Zuordnung landet mit Ursache, Verantwortlicher und Frist im Ausnahmebericht.

Welche Status sollten miteinander verglichen werden?

Vergleichen Sie Lebenszyklusmeldungen der PA mit der technischen Verarbeitung, aber führen Sie ERP-Buchung, Freigabe, Zahlung und regulatorische Übermittlung als getrennte Zustandsachsen. Déposée, Rejetée, Refusée und Encaissée sind nur anhand des eingesetzten Profils und der konkreten Meldung auszulegen. Nicht jedes Unternehmen verwendet jeden optionalen Status.

Was ist bei einer in PA oder ERP fehlenden Rechnung zu tun?

Prüfen Sie zuerst Stichtag, Richtung, SIREN/SIRET, Filter, Route und Identifikatoren. Bei einer PA-Lücke folgen Sendebestätigung und Routingprüfung; bei einer ERP-Lücke prüfen Sie Integrationswarteschlange, Zuordnung, Validierung und manuelle Sperren. Senden oder importieren Sie erst erneut, wenn Dublettenrisiko und bisherige Quittungen geklärt sind.

Ersetzt die plateforme agréée das Hauptbuch?

Nein. Die PA unterstützt Übertragung, Empfang, Konvertierung, Datenextraktion sowie die Weiterleitung relevanter Transaktions-, Zahlungs- und Lebenszyklusdaten. Das Hauptbuch und die Nebenbücher bleiben für Buchung und Rechnungslegung maßgeblich; ein PA-Status ist kein automatischer Nachweis für Kontierung, Freigabe, Zahlung oder steuerliche Würdigung.

Welche Prüfungsnachweise sollte der Kontrolllauf enthalten?

Sinnvoll sind Umfang und Systemlandkarte, Stichtag, Exportparameter, unveränderte Quelldateien, Kontrollsummen, Zuordnungsregeln, Statusmatrix, Ausnahmen samt Belegen, Zahlungsüberleitung, Genehmigungen und Änderungsprotokoll. Die Nachweise sollten einen Dritten in die Lage versetzen, Population und Entscheidungen zu reproduzieren. Interne oder gesetzliche Aufbewahrungsvorgaben sind separat festzulegen.

Wie sind Encaissée und Teilzahlungen abzustimmen?

Behandeln Sie Encaissée als Lebenszyklusinformation im konkreten französischen Profil, nicht als Ersatz für den Kontoauszug. Stimmen Sie Zahlungsreferenz, Betrag, Währung, Datum und Rechnung gegen offene Posten und Bank- oder Liquiditätsmanagementdaten ab. Teil-, Sammel- und Mehrfachzahlungen benötigen eine Zuordnungstabelle mit Restbetrag und dürfen nicht künstlich eins zu eins gematcht werden.

Wie werden Rejetée und Refusée im Abschluss behandelt?

Beide gehören mit Originalmeldung, Ursache, Betrag, Alter, Verantwortlichem und nächster Maßnahme in getrennte Ausnahmegruppen. Leiten Sie die Bedeutung nicht allein aus der Bezeichnung ab und ändern Sie das Original nicht still. Falls eine Korrektur oder Gutschrift erforderlich ist, muss sie über den vorgesehenen Prozess erfolgen und mit dem Ausgangsvorgang verknüpft werden.

Welche Funktionen sollte ein PA- oder ERP-Abstimmungsbericht bieten?

Wichtig sind vollständige exportierbare Rohdaten, historische Statusereignisse, gemeinsame Geschäfts- und Systemkennungen, Filter nach Einheit und Route, Delta- und Stichtagsabzüge, maschinenlesbare Fehler, Dublettenschutz, Rollenfreigaben und Prüfprotokoll. Prüfen Sie außerdem, ob Zahlungsdaten, Gutschriften, mehrere Währungen und konvertierte Formate wie Factur-X, UBL oder CII nachvollziehbar abgebildet werden.

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