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Für E-Rechnung Softwareanbieter

Für E-Rechnung Softwareanbieter: Offenlegung, Methodik, Einwilligung und Schutz von Unternehmen. Neutraler Leitfaden mit Quellen, Checkliste, FAQ und praktischen nächsten Schritten.

Kurzfazit:
  • Hilft Softwareanbietern, ihr E-Rechnungsprofil mit belegbaren Angaben zu Standards, Ländern, Formaten und Integrationen sauber vorzubereiten.
  • Betont Nachvollziehbarkeit statt Gütesiegel: ungeprüfte Aussagen sollen klar erkennbar bleiben, damit Unternehmen Profile fair vergleichen können.
  • Lenkt den Fokus auf entscheidungsrelevante Details wie EN-16931-Unterstützung, Peppol-Anbindung, Eingangs- und Ausgangsrechnungen sowie Schnittstellen zu ERP oder Buchhaltung.
Zuletzt geprüft: 8. Juni 2026Offizielle QuellenKlare ZusammenfassungPraktische Information, keine Rechtsberatung
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Was Sie wissen müssen

Leitfaden

Worum es auf dieser Seite geht

Diese Seite richtet sich an Anbieter von E-Rechnungssoftware, die verstehen möchten, wie Informationen über Lösungen erfasst, geprüft und dargestellt werden. Ziel ist eine sachliche, nachvollziehbare Einordnung, damit Unternehmen Anbieter vergleichen können, ohne von unklaren Aussagen, versteckten Interessen oder überzogenen Versprechen abhängig zu sein.

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Grundsatz: Transparenz vor Bewertung

Ein Anbieterprofil soll nicht als pauschales Gütesiegel verstanden werden. Es beschreibt überprüfbare Merkmale wie unterstützte Standards, Zielgruppen, Länderabdeckung, Integrationen, Bereitstellungsmodelle, Support und Dokumentation. Wo Angaben nicht belegt sind, sollten sie als ungeprüft oder offen behandelt werden.

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Welche Angaben besonders wichtig sind

Für Unternehmen sind vor allem praktische Angaben relevant: Unterstützung für EN 16931, mögliche Peppol-Anbindung, Umgang mit nationalen Formaten, Export- und Importfunktionen, Archivierung, Rollen- und Rechtekonzepte, Schnittstellen zu Buchhaltung oder ERP sowie die Frage, ob die Lösung eingehende und ausgehende Rechnungen abdeckt.

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Einwilligung und Anbieterbeteiligung

Anbieter sollten die Möglichkeit haben, ihre Angaben zu prüfen, zu ergänzen oder zu korrigieren. Eine aktive Beteiligung hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Gleichzeitig sollten Profile erkennbar machen, ob Angaben direkt vom Anbieter stammen, aus öffentlicher Dokumentation abgeleitet wurden oder noch bestätigt werden müssen.

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Methodik der Einordnung

Eine faire Einordnung trennt Fakten, Selbstauskünfte und redaktionelle Hinweise voneinander. Fakten können etwa aus Produktdokumentation, offiziellen Hilfeseiten, Preis- und Leistungsbeschreibungen oder technischen Spezifikationen stammen. Aussagen sollten regelmäßig überprüft werden, weil Funktionen, Preise und Länderabdeckungen sich ändern können.

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Schutz von Unternehmen

Unternehmen brauchen klare Informationen, aber keine riskanten Empfehlungen ohne Kontext. Deshalb sollte eine Darstellung keine Lösung als grundsätzlich beste Wahl bezeichnen. Entscheidend ist, ob ein Produkt zur jeweiligen Unternehmensgröße, Branche, vorhandenen Systemlandschaft, Belegmenge, Compliance-Anforderung und internen Arbeitsweise passt.

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Umgang mit kommerziellen Beziehungen

Wenn es Kooperationen, Vergütungen, Sponsoring oder andere wirtschaftliche Beziehungen gibt, sollten diese offen erkennbar sein. Eine kommerzielle Beziehung darf nicht dazu führen, dass fehlende Funktionen verschwiegen oder Nachteile beschönigt werden. Vertrauen entsteht, wenn Trennung und Offenlegung klar sind.

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Was Anbieter vorbereiten sollten

Hilfreich sind aktuelle Produktunterlagen, eine kurze Beschreibung der Zielkunden, unterstützte Länder und Formate, Angaben zu Peppol, Informationen zur Verarbeitung eingehender und ausgehender Rechnungen, Sicherheits- und Datenschutzdokumente sowie Hinweise zu Integrationen. Je konkreter die Nachweise sind, desto belastbarer wird das Profil.

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Nächste Schritte für Anbieter

Anbieter können ihre öffentlich verfügbaren Informationen prüfen, fehlende Belege ergänzen und klare Ansprechpartner für Korrekturen benennen. Besonders wertvoll ist eine strukturierte Übersicht, die technische Fähigkeiten, Grenzen der Lösung und typische Einsatzszenarien offen beschreibt. So wird die Auswahl für Unternehmen einfacher und sicherer.

Checkliste

Aktuelle Produktbeschreibung mit klarer Abgrenzung der Funktionen bereithalten.

Unterstützung für EN 16931 nachvollziehbar dokumentieren.

Peppol-Funktionen und mögliche Zugangspunkte konkret benennen.

Länder, Formate und nationale Besonderheiten getrennt aufführen.

Eingangs- und Ausgangsrechnungen klar unterscheiden.

Integrationen zu ERP, Buchhaltung, DMS oder Zahlungsprozessen belegen.

Datenschutz, Sicherheit, Hosting und Auftragsverarbeitung verständlich erklären.

Preismodell, Vertragslaufzeiten und mögliche Zusatzkosten transparent machen.

Supportkanäle, Reaktionszeiten und Onboarding-Angebote beschreiben.

Kontakt für Profilkorrekturen oder Aktualisierungen festlegen.

Häufige Fragen

Warum gibt es eine eigene Seite für Anbieter?

Weil Anbieter nachvollziehen können sollen, welche Angaben für eine faire Darstellung wichtig sind und wie Transparenz gegenüber Unternehmen hergestellt wird. Das stärkt Vertrauen auf beiden Seiten.

Ist ein Anbieterprofil eine Empfehlung?

Nein. Ein Profil sollte überprüfbare Informationen bereitstellen und die Einordnung erleichtern. Ob eine Lösung passt, hängt vom konkreten Unternehmen, seinen Prozessen und seinen rechtlichen Anforderungen ab.

Welche Standards sind besonders relevant?

Im europäischen Umfeld ist EN 16931 zentral. Je nach Einsatzfall können außerdem Peppol BIS Billing 3.0, nationale Vorgaben und branchenspezifische Anforderungen eine Rolle spielen.

Können Anbieter Angaben korrigieren lassen?

Ja, Anbieter sollten Korrekturen und Ergänzungen einreichen können. Sinnvoll sind konkrete Nachweise, etwa Dokumentationsseiten, technische Spezifikationen oder offizielle Produktinformationen.

Wie wird mit Selbstauskünften umgegangen?

Selbstauskünfte sind nützlich, sollten aber als solche erkennbar bleiben. Besonders belastbar werden sie, wenn sie durch öffentliche Dokumentation oder andere nachvollziehbare Unterlagen gestützt werden.

Was ist bei Peppol-Angaben wichtig?

Wichtig ist, ob die Lösung Peppol direkt unterstützt, über Partner arbeitet, nur bestimmte Dokumenttypen abdeckt oder zusätzliche Einrichtungsschritte benötigt. Auch Betrieb, Kosten und Support sollten klar sein.

Müssen Preise vollständig veröffentlicht werden?

Nicht immer, aber Unternehmen profitieren von klaren Hinweisen zu Preismodell, Mindestlaufzeiten, nutzungsabhängigen Kosten, Einrichtungsgebühren und Kosten für zusätzliche Module oder Supportleistungen.

Welche Rolle spielt Datenschutz?

E-Rechnungen enthalten sensible Geschäfts- und Finanzdaten. Deshalb sind Informationen zu Hosting, Zugriffen, Verschlüsselung, Auftragsverarbeitung, Löschkonzepten und Unterauftragnehmern für die Auswahl wichtig.

Wie oft sollten Anbieterangaben aktualisiert werden?

Immer dann, wenn sich Funktionen, Länderabdeckung, Preise, Zertifizierungen, Schnittstellen oder rechtliche Rahmenbedingungen ändern. Zusätzlich ist eine regelmäßige Überprüfung sinnvoll.

Was schützt Unternehmen vor falscher Auswahl?

Klare Abgrenzungen helfen: Welche Funktionen sind enthalten, welche benötigen Zusatzmodule, welche Länder werden unterstützt und welche Voraussetzungen müssen im Unternehmen bereits vorhanden sein.

Können auch kleinere Anbieter aufgenommen werden?

Ja. Größe allein sagt wenig über die Passung aus. Entscheidend sind belegbare Funktionen, klare Zielgruppen, zuverlässiger Support und transparente Informationen zu Betrieb und Compliance.

Welche Quelle ist für EU-weite Grundlagen hilfreich?

Die Europäische Kommission stellt Informationen zur elektronischen Rechnungsstellung und zu europäischen Bausteinen bereit. Diese Grundlagen helfen, Anbieterangaben im größeren Rahmen einzuordnen.

Wichtige Regeln, Formate und Begriffe

Europäische KommissionEN 16931Richtlinie 2014/55/EUstrukturierte elektronische RechnungFür E-Rechnung SoftwareanbieterEU

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Offizielle Quellen

Wir priorisieren offizielle Regierungs- und EU-Quellen, soweit verfügbar, und zeigen Prüfdatumsangaben sichtbar an.